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G5 in Zürich Hardbrücke, Geroldstr. 5, 20.00, Studiosession, um Anmeldung wird gebeten (; 0797270813

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Fisch und Vogel 2023/24

Die Musikreihe, die aus der Reihe tanzt

Aus der Tiefsee auftauchen, sich in luftige Höhen aufschwingen, dem Druck standhalten und die Angst vor dem freien Fall überwinden. Wir brauchen das: Musik, die Spass macht, ohne Erwartungen erfüllen zu müssen, Musik ohne Weichspüler. Ausgangspunkte sind improvisierte Musik, Weltmusik, Spoken word, Rock, Elektronik, Sound Art und Noise oder auch ein wenig Jazztradition. Im Zentrum steht das Experiment. «Fisch und Vogel“ geht daher ins Risiko, für Konzerte, die kaleidoskopisch schillern.

Seit Herbst 22 bin ich Gastveranstalter für eine experimentelle Musikreihe im Theater am Gleis in Winterthur.

Kommt vorbei! Wir haben wunderbare Bands am Start (((:

 

 

11.4.24            THE WORKERS

 

Urs Leimgruber                                             Sopransax

Omri Ziegele                                                  Altosax, Nai, Stimme

Christian Weber                                             Kontrabass

Alex Huber                                                    Schlagzeug, Spielzeug

 

So hat es begonnen. Alles. So. Wir waren nicht darauf vorbereitet. Der Himmel weiss, warum es dann so begonnen hat. So. Wir alle waren schon an manchen Orten, haben schon viel gesehen und noch mehr gehört. Und dann das. Konnte sich keiner erklären. Und doch. Beginnen ist immer zärtlich, zart, jeder Anfang ein kleines Tor in die Unendlichkeit: Möglichkeiten ins Fantastische geweitet. Das Wissen, dass alles zerbrechlich ist, hielt uns zusammen. Und dass nichts zweimal geschieht. Weswegen man beim ersten Mal auf der Hut ist, so als könnte in jeder Sekunde, das ganze Porzellan zerbrechen, das unsere Mütter uns bescherten, damals, lang ists her. Wir hatten alle lange geübt im Stillen; in der Stille. Mehr die Pausen befragt als in pfeilschnellen Kaskaden gebadet; Virtuosität, wussten wir, ist für Anfänger. Hatten Klänge auf ihre Wirkung abgeklopft, wie ein Steinhauer seine Figur beklopft, bis jede Kante, jeder Winkel genauestens stimmt. Genauestens. Hatten Nachtgesängen gelauscht, tonlosen, schwärmerischen, oder den fernen Grillen, den sagenumwobenen. Wollten alles hineinnehmen in unser Sprechen, in unser Posaunen in anderen Zungen. Alles. Natürlich sind wir gescheitert. Wäre ja gelacht. Götter halten einen immer auf  Abstand. Auch noch die Kecksten. Aber den Zipfel erhaschen, den Zipfel der schwerelosen Wolke, die über der Erde schwebt und uns so selten empfängt. Da oben, wir vier. Wir konnten es nicht glauben. Doch es war so. Am Zipfel hängend, Gesichter sonnengewaschen, Herz erweicht von der plötzlichen, nahezu verschwörerischen Zusammenkunft. Wer kennt das Losungswort? Als hätten die Götter nur darauf gewartet, dass einer kräftig über die Schnur haut; über die Schnur der Eitelkeit und des besseren Wissens, das immer im Ende endet. Lange genug mussten sie warten. Wir waren am Anfang. Sind es. Wir vier. Workers. Arbeiten bis wir umfallen. Vor Erschöpfung. Vor Glück. Unverloren plötzlich: die Zeit! Lasst uns nochmals beginnen. Immer. Immer. – Beginnen!